Kann ich einen Waschtrockner unter der Küchenarbeitsplatte einbauen?

Du überlegst, eine kombinierte Waschmaschine mit Trocknerfunktion in der Küche unter der Arbeitsplatte zu platzieren. Das ist eine häufige Frage bei schmalen Grundrissen. Viele Wohnungen haben nur begrenzten Platz. In Single-Haushalten reicht oft eine kompakte Lösung. Paare und Familien brauchen mehr Kapazität. Unterschränke, feste Anschlüsse und die Höhe der Arbeitsplatte setzen Grenzen. Außerdem spielen Lautstärke, Wärmeabgabe und Entwässerung eine Rolle.

In diesem Text erfährst du, worauf es praktisch ankommt. Du lernst, welche Maße üblich sind. Du erfährst, welche Anschlüsse notwendig sind. Du bekommst Hinweise zur Belüftung und zur Entwässerung. Du bekommst Tipps, wenn ein Sockel entfernt oder die Arbeitsplatte angepasst werden muss. Dabei vermeide ich komplizierte Fachbegriffe. Wenn ein Begriff wichtig ist, erkläre ich ihn kurz. Ein Beispiel ist der Unterschied zwischen Kondensationstrockner und Ablufttrockner. Das macht die Entscheidung leichter.

Typische Fragen, die ich beantworte, sind: Passt das Gerät in einen Standard-Unterschrank? Welche Mindesthöhe brauchst du? Braucht es eine spezielle Belüftung? Wie regelst du den Wasseranschluss und den Ablauf? Welche Alternativen gibt es bei Platzproblemen? Am Ende kannst du einschätzen, ob eine Anpassung deiner Küche nötig ist. Du weißt, welche Maßnahmen handwerklich machbar sind und wann du einen Fachbetrieb brauchst.

Hauptanalyse: Was du beim Einbau eines Waschtrockners unter der Arbeitsplatte beachten musst

Ein Waschtrockner kombiniert Wasch- und Trockenfunktion in einem Gerät. Das spart Platz. Unter der Küchenarbeitsplatte einzubauen ist eine praktische Lösung. Sie passt gut in kompakte Wohnungen. Du musst aber mehrere technische Punkte prüfen. Die Tabelle unten vergleicht die wichtigsten Kriterien. So erkennst du, ob dein Gerät passt und welche Änderungen nötig sind.

Aspekt Anforderungen Typische Maße / Werte Vor- und Nachteile Praktische Hinweise
Abmessungen Gerät muss in Arbeitsplattenhöhe und Unterschrankbreite passen. Standard: 600 mm Breite, 850 mm Höhe, 550–600 mm Tiefe. Slim: 450 mm Breite, 820–850 mm Höhe, 500–550 mm Tiefe. + Große Kapazität bei 60 cm Breite. – Slim-Modelle haben kleinere Trommel. Miss Schrankinnenhöhe und Tiefe. Beachte Plattenstärke. Prüfe, ob Sockel ausgeschnitten werden muss.
Belüftung / Wärmeabgabe Ausreichende Luftzufuhr für Kühlung und Kondensation. Offen oder belüftet im Sockelbereich. Erforderliche Luftspalt oben und hinten: 20–50 mm. Plinthenlüftung oft 20–30% Öffnungsfläche. + Kondensations- und Wärmepumpentrockner benötigen keine Außenleitung. – Schlechte Belüftung erhöht Temperatur und Feuchte im Schrank. Plane eine Lüftungsöffnung in der Sockelleiste oder eine seitliche Belüftung. Vermeide komplett geschlossene Nischen.
Türöffnung / Zugänglichkeit Vollständige Öffnung der Bullauge-Tür ohne Hindernis vor dem Schrank. Türdurchmesser meist 300–400 mm. Empfehlenswerte freie Frontfläche: 600–800 mm zur Bedienung. + Einfache Beladung. – Bei engen Küchen kann Türöffnen behindert sein. Stelle sicher, dass Schranktüren oder Geschirrspüler die Bedienfläche nicht blockieren. Plane Platz vor dem Gerät.
Standfläche und Ebenheit Fester, waagerechter Untergrund. Tragfähigkeit des Bodens beachten. Gewicht leer: 65–85 kg. Beladen kann das mittlere Gesamtgewicht auf 90–120 kg steigen. + Stabile Standfläche reduziert Vibrationen. – Ungleichmäßiger Boden erhöht Geräusche und bewegt das Gerät. Nutze verstellbare Füße und gegebenenfalls Anti-Vibrations-Pads. Prüfe Boden auf Tragfähigkeit bei Altbauten.
Schallschutz Wahl eines leisen Modells. Dämmung der Unterschrank-Innenflächen möglich. Betriebsgeräusch Waschen: 48–55 dB. Schleudern: 70–80 dB je nach Modell. + Leise Modelle stören weniger. – Schallschutz kann Platz für Belüftung reduzieren. Wähle Modelle mit niedrigen dB-Werten. Innenwände mit schallabsorbierendem Material verkleiden. Keine dichten Holzplatten direkt am Gerät.
Anschlusswege: Wasser 1/2 Zoll Kaltwasseranschluss mit Absperrhahn in Reichweite. Wasserdruck beachten. Standardanschluss: 1/2″ Schlauch. Druck: 1–8 bar empfohlen. + Einfache Installation bei vorhandener Spüle. – Längere Schläuche erfordern Platz hinterm Gerät. Verwende geprüfte Zuleitungen. Sicherungsventil oder Aquastop ist empfehlenswert.
Anschlusswege: Abfluss Abfluss in geeigneter Höhe oder Siphonanschluss. Sicher gegen Rückfluss. Empfohlene Schlauchende-Höhe: 60–100 cm über Boden. Max. 100 cm bei manchen Pumpen. + Direkter Anschluss an Spülen-Siphon möglich. – Schlechte Lage kann Pumpenleistung belasten. Prüfe Höhe und Reichweite des Ablaufschlauchs. Bei höherem Anschluss kann eine Zusatzpumpe nötig sein.
Anschlusswege: Strom 230 V Schutzkontaktstecker mit abgesichertem Stromkreis. Erdung verpflichtend. Standard: 230 V, 10–16 A. Anschlusskabel ca. 1,5–2,0 m. + Einfache Nutzung mit Schuko-Steckdose. – Kein Verlängerungskabel verwenden. Lege Steckdose in der Schranknische außerhalb direkter Wasserspritzzone. Überspannungsschutz empfehlen.
Typ des Trockners Kondensation oder Wärmepumpe sind üblich. Abluftmodelle selten für Unterschränke geeignet. Kondensation: verbreitet. Wärmepumpe: effizienter, weniger Wärmeabgabe. + Wärmepumpe gibt weniger Wärme an Schrank ab. – Kondensation kann mehr Feuchte erzeugen. Für Einbau unter Arbeitsplatte sind Kondensations- oder Wärmepumpentrockner meisten die bessere Wahl.
Mögliche Anpassungen Sockel entfernen, Ausschnitt in Arbeitsplatte, Lüftungsschlitze, Schlauchverlängerung. Sockelhöhe reduzieren um 50–120 mm. Ausschnitt für Schläuche je nach Modell 40–100 mm. + Anpassungen schaffen Platz. – Handwerksarbeiten können Kosten verursachen. Kleinere Arbeiten sind oft selbst machbar. Elektrik oder Wasserinstallationen sollten Fachleute prüfen.

Zusammenfassung: Viele Waschtrockner passen unter eine Küchenarbeitsplatte. Entscheidend sind Maße, Belüftung, Anschlüsse und die Türöffnung. Miss sorgfältig und plane Sockelbelüftung sowie sichere Anschlüsse. Kleinere Umbauten sind oft möglich. Bei Unsicherheit kläre elektrische und wassertechnische Details mit einem Handwerker.

Entscheidungshilfe für den Einbau unter der Arbeitsplatte

Passt das Gerät räumlich in deine Küche?

Frage dich, ob die Maße stimmen. Miss die Innenhöhe und Tiefe des Unterschranks. Prüfe die Sockelhöhe und die Stärke der Arbeitsplatte. Beachte, dass viele Waschtrockner 600 mm breit und rund 820–850 mm hoch sind. Slim-Modelle sind schmaler, aber haben eine kleinere Trommel. Denke an die Türöffnung. Das Bullauge muss sich vollständig öffnen lassen. Wenn vor dem Gerät wenig Platz ist, kann die Bedienung unpraktisch werden. Empfehlung: Wenn du ohne größere Umbauten auskommst, ist der Einbau praktisch. Bei erforderlichen Küchenumbauten solltest du Kosten und Aufwand gegen den Nutzen abwägen.

Sind Belüftung und Anschlüsse vorhanden?

Überprüfe Belüftung, Wasseranschluss, Abfluss und Steckdose. Viele Modelle brauchen 20–50 mm Luftraum hinten und eine Öffnung in der Sockelleiste. Wärmepumpenmodelle geben weniger Wärme ab und sind oft besser für geschlossene Nischen geeignet. Der Abflussschlauch sollte die richtige Höhe erreichen. Die Steckdose muss außen am Schrank oder in sicherer Entfernung vom Wasser liegen. Unsicherheit bei Leitungen ist ein Fall für den Installateur. Tipp: Ein Aquastop und geprüfte Leitungen reduzieren das Risiko von Wasserschäden.

Wie passen Nutzung, Lärm und Wohnsituation zusammen?

Überlege deine Nutzungshäufigkeit. Wenn du häufig wäschst, lohnt sich der Einbau eher. Achte auf das Betriebsgeräusch. Beim Schleudern treten höhere dB-Werte auf. In offenen Wohnküchen kann Lärm stören. In Mietwohnungen sind bauliche Änderungen oft reglementiert. Kläre Umbauten mit dem Vermieter. Prüfe Garantiebedingungen. Manche Hersteller verlangen bestimmte Belüftungsbedingungen für die Garantie. Informiere dich auch bei deiner Wohngebäudeversicherung über Schutz bei Wasserschäden.

Alternativen: Ein freistehendes Gerät neben der Küche braucht keine Einbaumaßnahmen. Trocknen an der Leine oder im Trockenraum spart Platz. Für seltene Nutzung kann die Laundrette sinnvoll sein.

Fazit: Wenn Maße, Belüftung und Anschlüsse passen und du keine Mietrestriktionen hast, ist der Einbau eine platzsparende Lösung. Bei Unsicherheit oder nötigen Eingriffen in Elektro- oder Wasserinstallationen solltest du Fachleute einbeziehen oder eine freistehende Alternative wählen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Einbau unter der Arbeitsplatte

  1. Position prüfen
    Miss Breite, Tiefe und Innenhöhe des Unterschranks. Berücksichtige die Stärke der Arbeitsplatte. Viele Waschtrockner sind 600 mm breit und 820–850 mm hoch. Slim-Geräte brauchen 450 mm Breite. Prüfe die Türöffnung vor dem Gerät. Stelle sicher, dass genug Platz zum Beladen und zur Bedienung bleibt.
  2. Vorbereitung und Schutzmaßnahmen
    Schalte den Stromkreis aus, wenn du an elektrischen Anschlüssen arbeitest. Schließe die Wasserzufuhr. Lege Werkzeuge, Dichtmaterialien und einen Eimer bereit. Trage Handschuhe. Kläre, ob du für elektrische Arbeiten einen Fachbetrieb brauchst. Nutze einen FI-geschützten Stromkreis für die Inbetriebnahme.
  3. Sockel und Blende anpassen
    Entferne gegebenenfalls die Sockelleiste. Plane eine Lüftungsöffnung in der Sockelleiste von 20–30 Prozent der Fläche oder mindestens 20–50 mm Luftspalt hinten. Wenn du eine Möbelfront anbringen möchtest, prüfe, ob das Gerät als integrierbares Modell geeignet ist. Freistehende Waschtrockner benötigen meist keine Möbelfront.
  4. Gerät positionieren
    Schiebe das Gerät nahe an die Nische heran. Achte auf die Hinterlüftung. Verstellbare Füße grob justieren. Lasse Abstand zur Rückwand für Schläuche und Luft. Achte auf Schutzfolie am Gerät und entferne sie erst vor dem endgültigen Einbau.
  5. Wasseranschluss herstellen
    Verwende 1/2 Zoll Zuleitungen mit Absperrhahn. Nutze bei Bedarf einen Aquastop. Schraube die Wasserschläuche handfest und zusätzlich mit geeignetem Werkzeug leicht nach. Prüfe Dichtungen und Dichtungsscheiben. Öffne die Wasserzufuhr und kontrolliere auf sichtbare Lecks.
  6. Ablauf anschließen
    Führe den Ablaufschlauch in den Siphon oder in eine Ablaufvorrichtung. Die Schlauchhöhe sollte normalerweise zwischen 60 und 100 cm liegen. Achte auf Knicke im Schlauch. Dichte Verbindungen mit Schellen oder passenden Steckverbindungen ab.
  7. Strom anschließen
    Stecke das Gerät in eine geerdete Schuko-Steckdose. Verwende kein Verlängerungskabel. Bei festem Anschluss lasse einen Elektriker die Verbindung und Absicherung prüfen. Sicherstelle, dass der Stromkreis mit 10–16 A abgesichert ist und ein FI vorhanden ist.
  8. Gerät ausrichten und fixieren
    Richten das Gerät mit einer Wasserwaage aus. Stelle verstellbare Füße so ein, dass alle vier auf dem Boden aufliegen. Verwende Anti-Vibrations-Pads gegen Geräusche. Falls vorgesehen, sichere das Gerät gegen Verrutschen mit der mitgelieferten Befestigung am Schrankboden.
  9. Belüftung prüfen
    Stelle sicher, dass der Luftspalt oben und hinten frei ist. Bei Kondensations- oder Wärmepumpentrocknern reicht meist die Sockelbelüftung. Vermeide komplett geschlossene Nischen. Prüfe die Temperatur im Schrank nach einem ersten Trockenlauf, um Überhitzung auszuschließen.
  10. Erstinbetriebnahme und Dichtheitstest
    Führe einen Kurzwaschgang ohne Wäsche und mit Wasser durch. Prüfe alle Verbindungen auf Tropfen. Beobachte die Ablaufleistung und die Pumpe. Rieche nach unangenehmen Gerüchen. Überprüfe, ob die Türdichtung richtig sitzt. Teste das Schleudern auf ungewöhnliche Vibrationen.
  11. Abschlusskontrollen
    Kontrolliere die Erdung und FI-Funktion. Dokumentiere Abstände und verwendete Materialien für die Garantie. Informiere gegebenenfalls den Vermieter über Änderungen. Entferne Werkzeuge und reinige den Arbeitsbereich.

Wichtige Hinweise und Warnungen

Verwende kein Verlängerungskabel. Bei Unsicherheit an Elektro oder Wasser rufe Fachleute. Prüfe Herstellerangaben zur Einbausituation. Einige Garantien verlangen bestimmte Belüftungsabstände. Bei gemieteten Wohnungen kläre bauliche Änderungen mit dem Vermieter. Bei Leckagen sofort Wasser abdrehen und Gerät vom Stromnetz trennen.

Häufige Fragen

Wie viel Abstand braucht der Waschtrockner zur Arbeitsplatte?

In der Regel solltest du oben rund 20–50 mm Freiraum lassen. Das schafft Luftzirkulation und verhindert Wärme- und Feuchteansammlungen. Prüfe die Gerätehöhe im Datenblatt und miss die Schrankinnenhöhe vor dem Kauf. Wenn nötig, lässt sich die Sockelleiste entfernen, um zusätzliche Höhe zu gewinnen.

Welche Belüftung ist unter der Arbeitsplatte erforderlich?

Eine ausreichende Belüftung besteht oft aus einem Luftspalt hinten und einer Öffnung in der Sockelleiste. Praktisch haben sich Sockelöffnungen mit etwa 20–30 % der Fläche oder mindestens 20 mm Luftspalt bewährt. Wärmepumpentrockner geben weniger Wärme ab und sind deshalb besser für engere Nischen geeignet. Vermeide komplett geschlossene Schranknischen.

Wie kann ich Schall und Vibrationen reduzieren?

Achte auf Geräteangaben: Waschgeräusche beim Waschen liegen oft bei 48–55 dB, Schleudern kann lauter sein. Nutze verstellbare Füße, Anti-Vibrations-Pads und eine waagerechte Ausrichtung. Vermeide starre Holzverkleidungen direkt am Gerät, weil sie Schall übertragen. Bei offenen Wohnküchen lohnt sich die Wahl eines leisen Modells.

Welche Anschlussarten brauche ich und worauf muss ich achten?

Du brauchst einen Kaltwasseranschluss mit 1/2″ Schlauch, einen Ablauf mit passender Höhe und eine geerdete 230 V Steckdose. Die Ablaufhöhe liegt üblicherweise bei 60–100 cm, sonst kann eine Pumpe nötig werden. Verwende geprüfte Schläuche und einen Aquastop zur Sicherheit. Keine Verlängerungskabel verwenden und Stromkreis mit FI absichern.

Gibt es mietrechtliche oder garantiebezogene Besonderheiten?

In Mietwohnungen musst du bauliche Änderungen mit dem Vermieter klären, etwa das Entfernen von Sockelleisten. Hersteller garantieren oft nur bei Einhaltung der Belüftungsvorgaben, also prüfe das Datenblatt. Informiere deine Versicherung über Anschlüsse, damit Wasserschäden gedeckt sind. Bei unsicherer Elektro- oder Sanitärarbeit ziehe Fachleute hinzu.

Wichtige Warn- und Sicherheitshinweise

Elektrische Gefahren

Achtung: Vor allen Arbeiten Strom abschalten. Arbeite nicht an elektrischen Anschlüssen ohne Fachkenntnis. Verwende keine Verlängerungskabel für den Betrieb. Das Gerät muss geerdet sein und an einem FI-geschützten Stromkreis hängen. Bei fester Verdrahtung oder Fragen zur Absicherung lasse einen Elektriker prüfen und anschließen.

Gefahr durch Wasserschäden und Leckagen

Achtung: Wasserschäden können hohe Kosten verursachen. Nutze geprüfte Zulaufschläuche und idealerweise einen Aquastop. Prüfe Dichtungen regelmäßig und kontrolliere alle Verbindungen nach der Erstinbetriebnahme. Schließe ein Absperrventil an der Zuleitung an. Bei sichtbaren Tropfen sofort Wasser abstellen und den Netzstecker ziehen.

Brandschutz und Wärmeabfuhr

Achtung: Geräte dürfen nicht in komplett geschlossenen, unbeaufsichtigten Nischen betrieben werden. Sorge für ausreichende Freiräume oben und hinten. Viele Hersteller empfehlen 20–50 mm oben und einen Luftspalt an der Rückwand. Vermeide Wärme stauende Verkleidungen und lagere keine brennbaren Stoffe direkt am Gerät. Eine schlechte Belüftung erhöht Brand- und Defektgefahr.

Prüfung durch Fachkräfte

Bei Unsicherheit lass Elektro- und Sanitäranschluss durch Fachleute prüfen. Installateure messen Druck, prüfen Siphonhöhen und Dichtheit. Elektriker kontrollieren Erdung, Absicherung und FI. Viele Versicherer und Hersteller erwarten fachgerechte Installation.

Garantierisiken und Versicherung

Achtung: Unsachgemäße Einbauten können die Herstellergarantie und Versicherungsansprüche gefährden. Dokumentiere die Einbaumaße und die vorgenommenen Änderungen. Halte dich an Vorgaben im Datenblatt zur Belüftung. Informiere deine Wohngebäudeversicherung über geänderte Installationen, besonders wenn Wasserschäden möglich sind.

Wenn du unsicher bist, halte an den Warnhinweisen fest und ziehe Fachleute hinzu. Das reduziert Risiko und schützt Wohnung, Gerät und Gesundheit.

Zeit- und Kostenaufwand für den Einbau unter der Arbeitsplatte

Zeitaufwand

Ein einfacher Einbau ohne größere Anpassungen ist für handwerklich versierte Heimwerker in der Regel an einem halben Tag zu schaffen. Plane 2 bis 6 Stunden ein, wenn Wasser-, Ablauf- und Steckdosen in unmittelbarer Nähe liegen und nur die Sockelleiste entfernt werden muss. Mit Einbeziehung von Fachleuten dauert der Termin meist einen Arbeitstag. Bei zusätzlichen Arbeiten wie Zuschneiden der Arbeitsplatte, Nachrüstung einer Steckdose oder komplexeren Abläufen kannst du mit einem bis drei Tagen rechnen. Größere Umbauten an Installationen oder Möbeln verlängern die Gesamtzeit deutlich.

Kosten

Materialkosten (nur Beispiele): Aquastop-Zulaufschlauch 20–80 Euro, Ablaufschlauchadapter oder Siphonanschluss 10–60 Euro, Lüftungsgitter oder Sockelverkleidung 10–70 Euro, Anti-Vibrations-Pads 10–30 Euro. Kleinmaterial wie Schellen, Dichtungen und Montagematerial addieren 20–50 Euro.

Anpassungen an der Küche: Arbeitsplatte zuschneiden oder Ausschnitt anfertigen 50–200 Euro. Sockelleiste anpassen oder neu anfertigen 30–150 Euro. Bei Einbauten in Einbauküchen mit Möbelfront kann zusätzliches Zuschneiden oder Anpassen der Front anfallen, hier 50–300 Euro je nach Aufwand.

Handwerkerkosten: Sanitärinstallateur üblich 40–80 Euro pro Stunde. Elektriker 50–90 Euro pro Stunde. Schreiner für Möbelanpassungen 40–80 Euro pro Stunde. Für einfache Anschlussarbeiten eines Handwerkers rechnest du meist mit 100–300 Euro. Komplexe Einsätze mit mehreren Gewerken oder längeren Arbeiten liegen oft zwischen 400 und 1.500 Euro.

Gesamtschätzung: Wenn du viel selbst erledigen kannst, sind 50–250 Euro realistisch. Bei teilweiser Fremdvergabe rechnet man mit 200–600 Euro. Bei umfangreichen Anpassungen oder fehlenden Anschlüssen sind 600–1.500 Euro oder mehr möglich. Gründe für höhere Kosten sind fehlende Stromversorgung, weit entfernte Abläufe, erforderliche Arbeitsplattenanfertigung oder strukturelle Änderungen.

Hinweis: Kläre im Vorfeld, ob Vermieterzustimmung oder fachliche Abnahme nötig ist. Das spart Zeit und vermeidet zusätzliche Kosten wegen Rückbaumaßnahmen oder Nachbesserungen.